Strompreise 2017: viele Anbieter erhöhen die Preise

Das Jahr 2017 hält für Sparfüchse eine schlechte Nachricht bereit: nachdem die Strompreise im Vorjahr bei nahezu keinem Anbieter gestiegen sind, müssen 2017 Millionen von Haushalten tiefer in die Taschen greifen. Den Kostenanstieg begründen Anbieter in erster Linie mit den höheren Kosten für Stromnetze.

Zahlreiche Stromanbieter machen bereits Ernst

Bundesweite Vergleiche unterschiedlicher Preisportale haben ergeben, dass die Strompreise bereits seit Beginn des Jahres 2017 deutlich angestiegen sind. Denn zu Jahresbeginn hat nahezu jeder vierte Anbieter Strompreiserhöhungen um bis zu 3,5 Prozent angekündigt. Mehrkosten von bis zu 50 Euro pro Jahr fallen in vielen Haushaltskassen ins Gewicht. Und eventuell werden die Preise noch weiter steigen. Einige Experten prognostizieren bis zum Jahresende Strompreiserhöhungen um bis zu fünf Prozent. Auch wenn aktuelle Anbieter bisher keine Erhöhungen angekündigt haben, können sich Kunden nicht in Sicherheit wiegen. Denn schon jetzt gehen Insider davon aus, dass sich zahlreiche Dienstleister im Laufe des Jahres dem Preisniveau anpassen werden.

Stromnetze sowie die Ökostromumlage treiben die Preise in die Höhe

Als Grund für die Entwicklung führen Fachleute allerdings nicht die noch immer recht niedrigen Strombeschaffungspreise an. Vielmehr sind höhere Preise für die sogenannte Ökostromumlage sowie für die Stromnetze für die Entwicklung verantwortlich. Diese beiden Posten bilden in etwa die Hälfte des kompletten Strompreises. Experten betonen, dass Netzentgelte einige der größten Kostentreiber der Strompreise sind. Da die Netzgebühren in weiten Teilen Deutschlands stark angestiegen sind, wären flächendeckend höhere Strompreise die logische Konsequenz. Stromkunden werden zur Kasse gebeten, um die Energiewende deutlich mit zu finanzieren. Gegen diese Tendenz können sich Kunden kaum erwehren.

Deutliche Ungleichheiten zwischen einzelnen Regionen

Die Kosten werden investiert, um die Erbauung neuer Leitungen sowie den Unterhalt von bestehenden Netzen zu finanzieren. Auch Eingriffe von Netzmanagern aufgrund der Schwankungen der Sonnen- sowie Windproduktion fließen in den Kostenaufbau ein. Besonders kritisch ist allerdings die markante Ungleichverteilung zwischen einzelnen Bundesländern. Besonders deutlich steigen die Netzentgelte nämlich in Bayern, ostdeutschen Bundesländern sowie auf dem Land. Diese Tendenz ist für viele Betroffene Grund genug, sich über Anbieterwechsel wie auf BesteStromvergleich.de zu informieren. Eine mögliche Lösung für dieses Problem wäre eine Bildung einheitlicher Netzentgelte. Ob dieser Plan in die Realität umgesetzt wird, wird die Zukunft zeigen.