Entwicklung der Strompreise: Das komm 2015 auf Sie zu

Die Energiewende im Strommarkt hat 2014 positive Entwicklungen mit sich gebracht. Der Stromverbrauch ist generell um 4 Prozent gesunken. Dennoch sehen viele Verbraucher der Stromrechnung am Jahresende mit Bedenken entgegen, denn der Strompreis hat einen neuen Höchstpreis erreicht.

Der aktuelle Strompreis liegt bei 27 Cent pro Kilowattstunde – und hat damit einen neuen Höchstpreis erreicht. 2014 hatten zwar 20 Prozent der Stromanbieter angekündigt von Erhöhungen abzusehen und die Preise zu senken, jedoch war diese Entscheidung von kurzer Dauer. Dennoch hat eine Analyse des Expertennetzwerks Agora Energiewende aus Berlin ergeben, dass sich der gesamte Energiemarkt vergangenes Jahr positiv entwickelt hat. Vor allem der Bereich erneuerbare Energie sorgte für positive Schlagzeilen. Der Anteil der erneuerbaren Energien im Strommix liegt mittlerweile bei 27,3 Prozent. Gaskraftwerke und die Steinkohle werden dadurch zunehmend verdrängt. Eine weitere positive Nachricht in 2014: die Strompreise an der Leipziger Strombörse sanken auf 3,3 Cent pro Kilowattstunde. Dieses Rekord-Tief macht den deutschen Strom für Nachbarländer äußerst attraktiv. Die deutschen Kraftwerksbetreiber exportierten daher 2014 fast 6 Prozent des Stroms. Doch was beeinflusst die Strompreise eigentlich?

Welchen Einfußfaktoren unterliegt der Strompreis?

Der Strompreis ist von zahlreichen Faktoren abhängig. Um einen validen Strompreis ausrechnen zu können, den Verbraucher bei den Anbietern vergleichen können, müssen sie die Bestandteile des Preises kennen. Der Strompreis setzt sich wie folgt zusammen:

monatlich zu entrichtender Grundbetrag + Arbeitspreis pro kWh = Netto-Strompreis

Der Grundbetrag ist festgelegt, die Stromsteuer kommt allerdings noch hinzu. Die Wohnungsgröße und die Anzahl der dort lebenden Personen werden beim Preis berücksichtigt. Bei den Tarifen gibt es zudem regionale Unterschiede, die Verbraucher recherchieren sollten. Des Weiteren unterliegt der Strompreis folgenden Faktoren:

  • Kosten für die Stromerzeugung
  • Transport
  • Abgaben an Netzbetreiber

Wie wird sich der Strompreis 2015 entwickeln?

Die EEG-Umlagen sollen 2015 erstmals sinken, so ein aktueller Bericht der Bundesregierung. Auf Verbraucher soll ein Betrag von 6,17 Cent pro Kilowattstunde zukommen. Eine leichte Senkung des Strompreises ist daher wahrscheinlich, kann aber nicht garantiert werden. Politische Entwicklungen, Nachfrage und staatliche Preisfestlegungen spielen ebenfalls eine Rolle. Generell sollten Verbraucher die Stromanbieter auf einschlägigen Portalen vergleichen, um den für sich besten Tarif abzuschließen. Auf der Startseite von www.stromverbrauch-haushalt.de können Sie Ihre Stromkosten berechnen und Anbieter direkt vergleichen.