Verbrauchertipp: Billigstromangebote genau prüfen!

Die Insolvenzen der beiden Billigstromanbieter TelDaFax und Flextrom sowie die aktuellen Berichte über skandalöse Geschäftspraktiken bei Care Energy haben die Verbraucher misstrauisch gemacht. Laut einer Umfrage, welche das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag des Energieversorgers Lichtblick durchgeführt hat, beziehen lediglich 18 Prozent der Bundesbürger Strom von einem Discountanbieter.

Risiken für Verbraucher

Viele Billigstromanbieter verlangen von ihren Kunden Vorauskasse oder bieten einen noch günstigeren Strompreis gegen Zahlung von Boni an. So finanzieren die Unternehmen ihr Wachstum. Wenn das Geschäftsmodell aber scheitert und der Energieversorger Insolvenz anmelden muss, ist das Geld der Kunden in der Regel verloren.

Auch werden häufig Pakete angeboten, bei denen der Kunde eine bestimmte Anzahl an Kilowattstunden einkauft. Bei geringerem Verbrauch erfolgt bei derartigen Verträgen keine Erstattung, während bei einem Mehrverbrauch mit Aufschlägen zu rechnen ist. Vorsicht ist auch bei Tarifen mit einer Laufzeit über zwölf Monaten geboten. Als Lockangebot gestalten die Stromdiscounter den Preis für das erste Jahr meist besonders günstig, oft erhöht er sich aber im Anschluss deutlich. Auch die Zahlung von Kautionen birgt das Risiko, bei einer eventuellen Pleite des Unternehmens kein Geld zurückzubekommen.

Wärmepumpenheizungen

Bei der Beheizung über eine Wärmepumpe wird der direkten Umgebung Wärmeenergie entzogen. Anschließend wird mit der Energie aus Grundwasser, Luft oder Erde Wasser in einem großen Tank erwärmt und zur Beheizung von Gebäuden und Einrichtungen benutzt. 2012 heizten bereits 75.000 Haushalte mit einer Wärmepumpenheizung.

Was Verbraucher beachten sollten

Den Anbieter wechseln, das lohnt sich prinzipiell in vielen Fällen. Zum Teil können Verbraucher durch einen klugen Anbieterwechsel bis zu mehreren Hundert Euro pro Jahr sparen.
Dabei rät die Verbraucherzentrale, keine Verträge mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr abzuschließen. Die Kündigungsfrist sollte einen Monat nicht überschreiten. Ebenso warnt sie vor Verträgen, welche Vorauskasse oder Bonuszahlungen beinhalten. Grundsätzlich sollten Kunden die AGBs des Stromanbieters, besonders bei Festpreisangeboten, gründlich prüfen. Jetzt Ihren Stromverbrauch berechnen