Klimaneutrale Heizmethoden im Überblick

Den Trend zum umweltbewussten Energieverbrauch gibt es nicht erst seit gestern. Während die Stromerzeugung aus regenerativen Quellen in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht hat, hinkt die klimaschonende Wärmeerzeugung noch etwas hinterher. Vor allem Eigenheimbesitzer wechseln zu klimaneutralen Heizmethoden, sparen Kosten und leisten einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz. Vier dieser Methoden sind besonders zukunftsfähig.

Pelletheizungen

Bei Pelletheizungen werden gepresste Pellets aus Holzspänen, Sägemehl oder Stroh in einem Heizkessel verfeuert. Die günstige Alternative ist im Betrieb und Wartung mit Öl- und Gasheizungen vergleichbar und erreicht einen Wirkungsgrad von über 90 Prozent. Momentan werden in Deutschland knapp 200.000 Haushalte mit Pelletheizungen beheizt.

Wärmepumpenheizungen

Bei der Beheizung über eine Wärmepumpe wird der direkten Umgebung Wärmeenergie entzogen. Anschließend wird mit der Energie aus Grundwasser, Luft oder Erde Wasser in einem großen Tank erwärmt und zur Beheizung von Gebäuden und Einrichtungen benutzt. 2012 heizten bereits 75.000 Haushalte mit einer Wärmepumpenheizung.

Biogas-Heizungen

Biogas wird aus der Vergärung von Biomasse, zum Beispiel Klärschlamm, Bioabfall, Mist und Pflanzenresten, gewonnen. Mit dem entstandenen Gas wird ein Blockheizkraftwerk (BHKW) angetrieben, wodurch Strom und Wärme erzeugt werden. Vereinfacht gesagt wird anstelle von Erdgas mit regenerativem Biogas geheizt. Ist ein klimaneutraler Jahresverbrauch der Gasheizung gegeben, können Energiekosten gespart und die Umwelt geschützt werden. Mittlerweile ersetzen Biogas-Heizungen mehr als zwei Atomkraftwerke und versorgen über fünf Millionen Haushalte in Deutschland. Hier Ihren Gasverbrauch berechnen

Solarheizungen

Mittels solarthermischen Anlagen wird Sonnenenergie nutzbar gemacht und in Heizenergie umgewandelt. Eine zusätzliche hohe Wärmedämmung und die passive Nutzung der Sonnenstrahlung ersetzt teilweise die gesamte Heizanlage im Haus. Deutschland erzeugt mittlerweile Heizenergie für über acht Millionen Haushalte und der Trend geht weiter aufwärts.