Energiesparen – lohnt es sich wirklich?

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Geldsparen, Bild: Uwe Schlick/pixelio.de

Energiesparen ist in aller Munde, es ist die Rede von Nachhaltigkeit und vom Reduzieren des Kohlendioxid-Ausstoßes. Aber was verbirgt sich wirklich dahinter und was kann der Einzelne tun? Tipps zum Energiesparen gibt es zahlreiche. Bevor man sich jedoch ans Sparen macht, lohnt ein Blick „hinter das Glas“: Unsere Atmosphäre besteht zu etwa 78 Prozent aus Stickstoff, zu 21 Prozent aus Sauerstoff und zu knapp 1 Prozent aus Edelgasen. Hinzu kommt eine verschwindend geringe Menge an Gasen, nur 0,1 Prozent, ohne die es jedoch kein Leben auf der Erde gäbe: Die Treibhausgase. Sie wirken wie die Glasscheiben eines Gewächshauses, sie lassen das Sonnenlicht hindurch und reflektieren die vom Erdboden abgegebene Wärme. Deshalb finden wir hier auf der Erde ein Klima mit durchschnittlich 15 Grad Celsius plus. Ohne die Treibhausgase wären es minus 18 Grad Celsius, was ein Leben unmöglich machen würde.

Der Treibhauseffekt

Durch den vermehrten Ausstoß vor allem des Kohlendioxids, das eines der Treibhausgase ist, verstärkt der Mensch diesen natürlichen Treibhauseffekt. Dies führt nicht nur zu einem Anstieg der Temperaturen, sondern auch zu einer Verstärkung weiterer atmosphärischen Prozesse wie Wind oder Verdunstung. Und Kohlendioxid wird immer dort in großen Mengen freigesetzt, wo Energie erzeugt wird. Die deutschen Haushalte waren bereits 2009 zu 30 Prozent am Gesamtverbrauch an Energie beteiligt – das war schon mehr, als insgesamt in der Industrieproduktion zum Einsatz kamen. Dabei hat sich im Verlaufe der letzten zwei Jahre zwar die Art des Energieverbrauchs geändert, der Gesamtverbrauch jedoch wenig.

Energieverbrauch im Haushalt

Die recherchierten Daten sollten Verbraucher übersichtlich notieren und sich anschließend informieren, wie viel moderne Geräte mit ähnlichen Leistungseigenschaften nötig sind. Häufig werden sie dabei enorme Unterschiede feststellen. Alte Röhrenfernseher brauchen zum Beispiel deutlich mehr Energie als Flachbildschirme. Erweist sich das Einsparpotenzial als bedeutend, empfiehlt sich der Austausch. Dann verfügen Verbraucher über ein neuwertiges Gerät und sparen zugleich Fixkosten, sie gewinnen also zweifach.

Keine Energiefresser, dennoch hohe Rechnungen: was tun?

Die genutzte Energie zu Heizzwecken konnte durch moderne Wärmedämmung und neue umweltfreundliche Heizsysteme wie unter anderem einer Holzpelletheizung stark reduziert werden. Im Gegenzug aber stieg der Verbrauch an Energie für Strom etwa in gleicher Höhe an. Dies kommt vor allem durch erhöhte Technologisierung in Haushalten: Größere Fernseher, ein extra Receiver, große Musikanlagen oder Computer und Home-Netzwerke mit Fax, Telefon und so weiter. Die meisten Haushaltsgeräte laufen im Stand-by-Modus rund um die Uhr. Zwar stromsparend, aber nicht gänzlich auf Strom verzichtend. Wie können Sie nun dennoch in Ihrem Haushalt Energie sparen? Wo es nicht unbedingt nötig ist: Stecker raus! Alle Geräte komplett ausschalten, beim Kochen nicht auf den Deckel verzichten – außer bei den Thüringer Klößen!, konsequent das Licht ausschalten, wenn Sie sich nicht im Raum aufhalten. Einen warmen Pullover im Winter anziehen – und schon kann die Temperatur um 1 Grad gesenkt werden, was wieder Energie spart. Energiesparlampen sind ein weiterer Vorteil – aber Achtung: Die meisten enthalten hochgiftiges Quecksilber. Dieses tritt beim Zerbrechen der Lampe aus, ist unsichtbar, riecht nicht und ist dennoch eines der schädlichsten Gifte, das im Körper Nervenzellen zerstört, die Blut-Gehirnschranke durchtritt und damit schwere irreparable Schäden am Gehirn verursachen kann! Auch ist es nach wie vor nicht nachgewiesen möglich, Quecksilber aus dem Körper auszuleiten. Also Vorsicht bei Energiesparlampen! Sie sollten zumindest doppelwandig sein und zu Hause unerreichbar für Kinder am besten nur wirklich an der Decke hängen und beim Auf- oder Abnehmen gilt höchste Vorsicht! Noch mehr Energie sparen können Sie vor allem, wenn Sie beim Neukauf auf stromsparende Modelle von Kühlschrank und Waschmaschine setzen – wenn Sie diese Tipps beherzigen, dann freut ich nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihr Geldbeutel.