Ventilatoren - Stromverbrauch

Ventilator Clipart

Glücklich kann sich schätzen, wer bei tropischer Hitze, wie sie auch im sommerlichen Deutschland vorkommen kann, einen kühlenden Ventilator sein Eigen nennen kann. Besonders bei längeren Laufzeiten kommen jedoch schnell Fragen auf: Wie hoch sind eigentlich die Stromkosten, die ein Ventilator verursacht? Hat er eventuell einen Standby-Stromverbrauch? Lassen sich Stromkosten einsparen? Auf diese wichtigen Fragen geben wir Antworten, damit man auch in der größten Hitze einen kühlen Kopf behält.


Der Stromverbrauch eines Ventilators hängt hauptsächlich von seiner Leistung ab. Die gute Nachricht vorweg: Er fällt zumeist geringer aus, als man annehmen könnte. Den Wert der Leistung findet man im Allgemeinen auf dem Typschild. Hat der Hersteller auf die Nennung dieser Angebe verzichtet, so lässt sich der Stromverbrauch auch unkompliziert per Energiemessgerät feststellen: Zum Messen einfach das Energiemessgerät zwischen Steckdose und Stecker des Ventilators einstecken und schon wird der aktuelle Stromverbrauch angezeigt. Tipp: dabei den Ventilator ruhig auch mal ausschalten. Es gibt Ventilatoren, die auch im ausgeschalteten Zustand Kosten verursachen (sog. Standby-Verluste). Dies betrifft in erster Linie hochwertigere Modelle, bei denen Timer oder eine Zeitschaltuhr Strom zum Funktionieren benötigen.

Bei modernen Ventilatorn ist man mit einer Leistung von ca. 50 Watt meistens gut dabei. Bei einem Strompreis von 25 Cent pro kWh bedeutet das, dass der Ventilator pro Stunde Stromkosten in Höhe von 1,25 Cent verursacht. Selbst im Dauerbetrieb von 24 Stunden würden "nur" 30 Cent an Energiekosten verschlungen werden. Da ein Ventilator fast ausschließlich im Sommer betrieben wird, kann der Stromverbrauch hinter dem Komfortgewinn zurücktreten – da existieren im Haushalt deutlich größere "Stromfresser".

Strom lässt sich hingegen nur bedingt bei einem Ventilator einsparen. Natürlich sollte man das Gerät nur einschalten, wenn es auch wirklich gebraucht wird. Das Nutzen einer niedrigeren Geschwindigkeitsstufe hilft außerdem, den Stromverbrauch zu senken. Übrigens: Es bringt nichts, wenn man en Ventilator morgens in Betrieb nimmt, damit es am Abend kühl im Zimmer ist. Da das Gerät eine bestimmte Menge an Wärme an seine Umwelt abgibt, erwärmt sich der Raum nur unnötig. Richtig genommen kühlt ein Ventilator auch nicht, sondern er schafft einen als angenehm empfundenen Luftzug. Darüber hinaus lässt sich mit einem Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter bares Geld sparen. Das ist der bequemste Weg, um Stromkosten zu senken, ohne einen energiesparenderen Ventilator anzuschaffen oder das eigene Nutzungsverhalten zu ändern.