Nähmaschinen – Stromverbrauch

Nähmaschine Clipart

Viele Jahre als hausmütterliche Beschäftigung abgetan, feiert das Nähen derzeit ein echtes Comeback. Vor allem die jüngere Generation entdeckt zunehmend die Faszination des „DIY“ (Do it yourself) für sich. Von dieser Entwicklung zeugen auch unzählige Blogs und Foren im Internet, in denen sich kreative Frauen – und natürlich auch Männer – über angesagte Stoffe, Farben und Schnittmuster austauschen.


Zum Umsetzen der eigenen Mode-Ideen braucht man neben verschiedenen Nadeln, Scheren und Garnen auch eine Nähmaschine. Das hilfreiche Präzisionsgerät besitzt eine hochwertige Feinmechanik, das den Nähvorgang spürbar erleichtert. Heute sind Nähmaschinen in den verschiedensten Preis- und Funktionsklassen erhältlich, für Einsteiger und ambitionierte Hobby-Designer reicht für gewöhnlich bereits ein Modell, das über die wichtigsten Basisfunktionen verfügt, vollkommen aus. Achten sollte man neben einer einfachen Handhabung, Zuverlässigkeit und einer qualitativ hochwertigen Verarbeitung vor allem auch auf den Stromverbrauch.

Dabei ist anzumerken, dass um die Jahrtausendwende herum Gleichstromantriebe für Nähmaschinen entwickelt wurden. Mit diesem Schritt gelang es, ein beachtliches Maß an Energie einzusparen – bei z. T. sogar gewachsenem Funktionsumfang. Seit 2005 werden praktisch in allen Geräten integrierte Gleichstrommotoren verbaut. Ergebnis dieser Weiterentwicklung ist ein deutlich verbesserter Wirkungsgrad, was sich natürlich auch positiv auf den Stromverbrauch auswirkt. Leider ist mit dieser Entwicklung das Ende der Einsparpotenziale nahezu erreicht: Eine weitere Verringerung der bewegten Massen würde zwar den Verbrauch weiter drosseln, aber gleichzeitig die Durchstichkraft weiter senken. Gerade dickere Stoffe und Materialen könnten dann nicht mehr mit der Nähmaschine verarbeitet werden.

Doch schauen wir uns die Zahlen genauer an. Gängige Modelle haben eine Leistung von ca. 85 Watt. Bei einer Laufzeit von 10 Stunden im Monat – und mit dieser Zeit kommen auch fleißige Hobby-Näher locker hin – entsteht ein Jahresverbrauch von 10,2 kWh. Bei einem angenommenen Strompreis von 25 Cent pro Kilowattstunde würde das beliebte Hobby mit ca. 2,50 EUR zu Buche schlagen. Ansonsten bietet nur Omas gute, alte Tretnähmaschine eine echte Einsparchance. Damals wurde mit den Füssen gewippt, damit sich ein Rad dreht, um so über einen Lederriemen die Bewegung auf die Nähmaschine zu übertragen. Diese betagten Modelle funktionieren zwar ohne Strom, sind dann aber wohl doch eine etwas zu verstaubte Lösung. Wir denken, dass nur aufgrund des Stromverbrauches kaum eine elektrische Nähmaschine im Keller verschwinden wird.