Klimaanlage - Stromverbrauch

Klimaanlage Clipart

Schon seit Jahrhunderten haben sich Bewohner subtropischer Länder wie Spanien oder Portugal, vor der erbarmungslosen Sonne zu schützen gewusst: Eine Kombination aus dicken, steinernen, weiß gestrichenen Hauswänden und kleinen, verdunkelten Fenstern, bietet einen Idealen Unterschlupf, um der Hitze zu entkommen.

Nun wurde auch ein elektrisches Gerätes entwickelt, welches die Hitze vertreiben soll: die Klimaanlage. Sie erfreut schon sich seit einigen Jahren wachsender Popularität und ist das neue Werbeprodukt vieler Heiz- und Kühlhersteller. Sie setzen Tagen, an denen man schwitzend im Büro saß ein Ende und sind besonders für die ältere Bevölkerung, die mit Krankheitsbeschwerden zu kämpfen hat, eine Erleichterung. Weiterhin erweisen sie sich bei langen Autofahrten in der brühenden Wärme als echtes Gottesgeschenk und tragen natürlich auch zur Sicherheit des Fahrers bei. Was Otto Normalverbraucher jedoch oft erst spät bemerkt, sind die raketenartig steigenden Zahlen auf seiner Stromrechnung. Denn diese Apparate sind zwar wahre Kühlkünstler– aber auch unglaubliche Stromfresser! Obwohl die Anschaffungskosten eines solchen Gerätes erschwinglich sind, werden diese von den Stromkosten weit überschritten. Der Energieverbrauch von Klimaanlagen übertrifft nicht nur kühnste Erwartungen, sondern auch das Geldbudget vieler naiver Nutzer. Klimaanlagen mit niedrigem Energieverbrauch werden von der EU mit der Effizienzklasse A versehen. Hiervon sollte man sich beim Kauf jedoch nicht täuschen lassen, denn auch sie verbrauchen noch unnötig viel Strom.

Doch was kann man tun, wenn man an heißen Sommertagen nicht auf kühle Erfrischung verzichten möchte? Wenn Sie den Erwerb einer Klimaanlage ernsthaft in Erwägung ziehen, können Sie folgende Faktoren beachten, um ein solches Gerät möglichst sinnvoll zu nutzen. Die Größe des Raumes, Wärmeisolierung von Fenstern und Wänden, Sonneneinstrahlung durch die Fenster, Außentemperatur und eventuelle Wärmequellen (elektrische Geräte wie Lampen, Computer, etc. ) sind Faktoren, die die Wirksamkeit der Klimaanlage beeinflussen. Eine Klimaanlage braucht weniger Energie, wenn das Zimmer nicht stark runter gekühlt werden muss, sondern nur abgekühlt und auf konstanter Temperatur gehalten wird. Um Strom zu sparen, den Geldbeutel zu schonen und auch der Umwelt etwas Gutes zu tun, können Sie also darauf achten, dass Sie Fenster und Türen während der Mittagsstunden möglichst geschlossen halten, damit keine heiße Luft in den Raum gelangen kann. Großflächige Fenster sollten mit Gardinen, Roll-oder Fensterläden bedeckt werden. Um einen Kubikmeter Raum abzukühlen, benötigt eine Klimaanlage eine Leistung von 30 Watt. Deshalb sollten Sie schon vor dem Kauf einer Klimaanlage wissen, welche Fläche Sie zu kühlen gedenken. Wenn ein Raum von 25 m² Fläche und 3 m Höhe gekühlt werden soll, braucht das Gerät eine Leistung von 2 250 Wh.

Auch für Autos gibt es Tricks, um einen hohen Benzinverbrauch durch die Klimaanlage zu vermeiden: An heißen Tagen sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass das Auto vor Fahrtbeginn einige Minuten lang durchlüftet wird. Der Kühleffekt für den Fahrer ist am effektivsten, wenn der Luftstrom über seine/ihre Schultern geleitet wird.

Sicherlich sind Klimaanlagen effektive Raumerfrischer. Man sollte sie jedoch weiterhin als as Geld wirklich wert zu sein scheint. Ventilatoren sind stromsparende Alternativen und erzielen in oft sogar ähnliche Kühleffekte.