Gefriertruhen - Stromverbrauch

Gefriertruhe Clipart

Während der 1960er Jahre erblickten zahlreiche Erfindungen das Licht der Welt, die auch heute noch unser Leben erleichtern. So kommt wohl keine Hausfrau (oder der emanzipierte Hausmann) ohne eine Tiefkühltruhe in der Küche oder im Keller aus, in welcher der Großeinkauf bequem verstaut werden kann. Gefriertruhen bieten gegenüber Gefrierschränken einige Vorteile. So können in einer Gefriertruhe für gewöhnlich deutlich mehr Lebensmittel untergebracht werden. Bei vergleichbarem Volumen arbeiten die Truhen häufig sehr viel energiesparender als Gefrierschränke. Einsparpotenziale von ca. 10 bis 15 % sind keine Seltenheit. Öffnet man eine Truhe, um Lebensmittel zu entnehmen, ist der Kälteverlust um einiges kleiner als beim Öffnen eines Schrankes. Physikalischen Gesetzen zufolge verbleibt kalte Luft immer am Boden. Darum muss sich die Gefriertruhe vergleichsweise selten herunterkühlen, während beim Öffnen eines Gefrierschrankes die kalte Luft praktisch "herausfällt". Dies muss durch erheblichen Energieeinsatz wieder ausgeglichen werden.

Beim Anschaffen einer Gefriertruhe sollte man unbedingt die Energieeffizienzklasse der Modelle beachten. Dank dieser Information können die unterschiedlichen Geräte in Bezug auf ihren spezifischen Energieverbrauch miteinander verglichen werden. Beim qualifizierten Personal im Fachhandel erhält man Beratung und Informationen über den jeweiligen Stromverbrauch der Gefriertruhen.

Seit Dezember 2011 müssen alle Gefriergeräte Informationen über den Energieverbrauch ("EU-Energielabel") ausweisen. Das neueste Label beinhaltet die Effizienzklassen A+, A++ sowie A+++. Die neue Gefriertruhe sollte zumindest in die Klasse A+ eingestuft worden sein, besser wäre A++. Truhen der Klasse A sind nicht mehr zeitgemäß, deren Vertrieb ist seit Juli 2012 (bis auf seltene Ausnahmefälle) verboten. Natürlich sind die Geräte mit dem wenigsten Stromverbrauch in der Anschaffung am teuersten. Allerdings ist ein Kauf dennoch sinnvoll, da die Stromeinsparung die Mehrinvestition nach ein paar Jahren wieder ausgleichen wird.

Selbstredend ist es ratsam, eine nicht gefüllte Gefriertruhe immer vom Stromnetz zu trennen. Die Arbeitstemperatur der Truhe sollte nicht zu niedrig gewählt werden. Minus 18 Grad sind völlig ausreichend, um die Lebensmittel für eine lange Zeit haltbar zu machen. Das mehrmalige Öffnen der Gefriertruhe kurz nacheinander hat einen erhöhten Stromverbrauch des Gefriergerätes zur Folge. Um das Öffnen der Truhe so kurz wie möglich zu halten, kann man den genauen Ablageplatz der einzelnen Lebensmittel protokollieren. Außerdem sollten in regelmäßigen Abständen die Türdichtungen der Truhe kontrolliert werden. Porös gewordene Dichtungen sind nicht selten der Grund für einen anhaltenden Luftaustausch. Dies wäre für die eigene Stromrechnung von erheblichem Nachteil. Natürlich lässt sich auch durch einen Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter bares Geld sparen.