4-Personen-Haushalt – Gasverbrauch

Neben Strom und Öl ist Gas ein beliebter Brennstoff für die Heizung. Allerdings befinden sich auch hier die Preise in einer schier endlosen Dauerschleife nach oben. Um sich die Preise und den Verbrauch bewusst zu machen, sollten sich Konsumenten mit ihrer Gasrechnung auseinandersetzen und herausfinden, wo die wirklichen Kosten liegen. Denn nicht immer ist der eigene Verbrauch schuld an der hohen Rechnung.

Den wahren Gasverbrauch herausfinden

Die Gasabnehmer sollten zunächst ihren Verbrauch mit einem Durchschnittsverbrauch vergleichen. Das räumt etwaige Zweifel über die verbrauchte Menge aus.
Dabei hängt der Verbrauch weniger von der Anzahl der Bewohner ab als von der Gebäudeart. Eine Wohnung braucht deutlich weniger als ein Haus. Ein Neubau ist häufig besser isoliert als ein Altbau.
Eine vierköpfige Familie benötigt abhängig von der Wohnsituation 24000 bis 45000 kWh. Wenn der Gasverbrauch auf der Rechnung nur in m³ angegeben ist, sollte in kWh umgerechnet werden. Dazu wie folgt vorgehen: den Gasverbrauch in m³ mit dem Heizwert in kWh/m³ (siehe Rechnung) multiplizieren. Ist der Heizwert nicht angegeben kann man den Richtwert 10,3 anwenden.
Wenn mit der Gasheizung auch das Warmwasser erzeugt wird, ist der Verbrauch dafür im angegeben Wert inklusive. Er setzt sich zusammen aus 1000 kWh/Monat für die erste Person und für jede weitere Person zusätzlich 50 bis 70 % dieser Summe.

Die Rechnung verstehen

Die Berechnung des Gasverbrauchs machen die Anbieter oft absichtlich kompliziert, so dass Laien nicht nachvollziehen können, wie es zu einer hohen Rechnung kommt.
Häufig legt der Gasanbieter am Anfang des Jahres den monatlichen Verbrauch des Konsumenten fest, indem er den letztjährigen Verbrauch oder eine Schätzung in Abhängigkeit zur Wohnungsgröße heranzieht.
Die Abschlagszahlung, die einmal im Jahr, im Quartal oder monatlich zu entrichten ist, hängt vom gewählten Tarif ab. Dieser gibt außerdem an, wie hoch der Grundpreis ist und wie hoch der Arbeitspreis ist.