Elektroheizungen – Wärme durch Strom

Wärmepumpe Clipart

Die Elektroheizung wandelt elektrischen Strom in Wärme um, wodurch sich die Raumtemperatur erhöht. Das Prinzip besteht darin, dass widerstandsbehaftete Leiter von elektrischem Strom durchflossen werden. Auf den ersten Blick überzeugen die geringen Anschaffungskosten einer Elektroheizung, es sollten vor Installation jedoch auch die zu erwartenden Energiekosten Beachtung finden. Wir beleuchten Vor- und Nachteile dieser Heiztechnik.



Geringe Investitionskosten – hohe Betriebskosten

Neben den günstigen Investitionskosten ist bei diesem Heizsystem vorteilhaft, dass keine Verrohrung notwendig ist. Es entstehen keine bedeutenden Wartungs- oder Schornsteinfegerkosten. Außerdem benötigen Elektroheizungen nicht viel Platz und sind ohne größeren Aufwand zu installieren.

Negativ machen sich die hohen Betriebskosten einer Elektroheizung bemerkbar, da die Strompreise heutzutage insgesamt recht hoch sind. Dadurch heben sich die günstigen Anschaffungskosten recht schnell wieder auf. Deshalb ist das Zurückgreifen auf eine Elektroheizung nur dort lohnend, wo Zimmer lediglich ab und zu benutzt werden.

Als alleinige Heizquelle ist eine Elektroheizung praktisch nur dann sinnvoll, sollte es keine andere Heizmöglichkeit geben (kein Gasanschluss, nicht genügend Platz für einen Heizöltank usw.). Für die meisten anderen Fälle existieren preiswertere Alternativen, da die Betriebskosten von Elektroheizungen ein Vielfaches höher sind als die von anderen Wärmequellen.

Arten von Elektroheizungen im Überblick

Es gibt unterschiedliche Arten von Elektroheizungen mit jeweils verschiedenen Methoden zur Wärmeerzeugung. Jede ist – ausgehend vom Heizzweck, der Heizdauer und Raumgröße sowie der energetischen Beschaffenheit der Wohnung – mehr oder weniger geeignet:

1. Mobile Elektroheizungen (z. B. Heizlüfter) zeichnen sich durch eine kompakte Bauweise aus und sind flexibel zu verwenden. Sie eignen sich insbesondere zum Heizen selten genutzter Räume.

2. Die Infrarotheizung verbreitet Wärme durch Anstrahlung. Die angestrahlten Gegenstände geben die Wärme wieder ab, was zur Erhöhung der Raumtemperatur führt.

3. Nachtspeicherheizungen nutzen den preiswerteren Nachtstromtarif und füllen so den Wärmespeicher. Die so gespeicherte Wärme kann später am Tage die Zimmer heizen.

4. Die Natursteinheizung ist eine Unterform der Infrarotheizung. Hier erwärmt ein Stein mit durch Strom erzeugten Infrarotwellen die Temperatur.

5. Elektrische Fußbodenheizungen nutzen den Fußboden als Umfassungsfläche zur Wärmeabgabe. Diese Heizmöglichkeit zeichnet sich durch eine gleichmäßige Wärmeentwicklung aus.

Übersicht Vorteile und Nachteile sowie Fazit

Vorteile Nachteile
Sauberes Heizen hohe Aufwendungen für Energie
Geringer Platzbedarf trockene Raumluft
Angenehme Wärme hoher CO²-Ausstoß
Einfache Bedienung
Keine Geruchsbelästigung

Sucht man lediglich eine Übergangs- oder Zusatzlösung für das Heizen von Räumen, kann eine Elektroheizung eine attraktive Option sein. Wird hingegen eine dauerhafte Lösung angestrebt, so ist von dieser Heizmethode aufgrund der vielen Nachteile in den meisten Fällen abzuraten.